Fußball Stammtisch: Hamburger SV-Augsburg. Nachhilfe in Bekenntnis
Heute tritt unser Hamburger SV gegen die Jungs aus “Augschburg” in Hamburg an. Ein wichtiges Spiel, so die Hamburger SV-Verantwortlichen. “Wichtiges Spiel” ist die Umschreibung für: “Die drei Punkte sind fest für Hamburg gebucht”. Die Tabellensituation lässt das vermuten, aber wenn beim Hamburger SV in den letzten Wochen etwas konstant war, dann ist es die Nicht-Konstanz in den bisherigen Spielleistungen. Der Auftritt gegen Greuther Fürth lässt schön grüßen…
Nach dem glücklichen Sieg in Stuttgart letzte Woche traut man sich beim Hamburger SV nun zu outen: Nun möchte die Truppe nächstes Jahr in die europäischen Wettbewerbe. Ja, selbst die Champions-League ist plötzlich kein Unwort mehr: Der Hamburger SV leistet sein Bekenntnis zu Europa ab. Schön. Ob’s denn auch realistisch ist, wird der geneigte HSV-Sympathisant wohl so im Juni wissen: Bekanntermaßen werden erst am Ende der Schlacht die Toten gezählt, noch bleibt Europa eine Träumerei.
Unser Hamburger “Marschall Vorwärts“, der gute Torte Fink hat aus den letzten Spielen offensichtlich die Erkenntnis gewinnen können, dass bedingungsloser Angriffsfußball nicht immer die weiseste Entscheidung ist und orientiert sich mehr so am Hüüb: “Die Null muss stehen”. Die Erkenntnis, dass blindes Anrennen gegen den gegnerischen Strafraum nicht so “das Gelbe von’s Ei”, wenn hinten die Konter im Netz zappeln, ist ja schon mal was
. Die Heimspiel Offensiv-Reminiszenz von Torte Fink besteht heute darin, Skjelbred gegen den offensiver ausgerichteten Son auszutauschen. Ob da wohl nicht eher Badelj die richtige Bank-Wahl gewesen wäre? Und hoffentlich passen Bruma und Westermann heute besser auf die Augsburger Stürmer auf: Letztes Jahr in Augsburg war das ja leider nicht der Fall…
Unser Hamburger SV mit: Unserem Bundes-Adler – Diekmeier, Bruma, Westermann, Jansen – Rincón, Badelj – Son, Arslan, Aogo und vorne Rudnevs, van der Vaart grippt… Die Augsburger halten mit Amsif – Vogt, Callsen-Bracker, Klavan, Ostrzolek – Baier – Hahn, Koo, Ji, Werner und vorne Mölders dagegen. In den Triller bläst heute der Hesse Tobias Welz.
zum Spiel:
Der Hamburger SV beginnt forsch. Das frühe Tor kommt jedoch anders, als man denkt: Standart, Freistoß in den Strafraum und Callsen-Braker netzt ein, schöner Kopfball. Danke, Bruma
.
Der Hamburger SV ist leicht irritiert, drängelt dann aber wieder nach vorne. Augsburg stellt geschickt die Räume zu. Heute kommt der Hamburger SV auch zu Chancen, die Amsif entweder weggreift, oder es kommt ein Zuspiel auf Rudnevs, der heute “Chancentod” auf der Stirn stehen hat und zwei mal freistehend im 5-m Raum nicht einnetzen kann, weil er einmal das Bein und beim zweite Mal den Hals nicht langmacht. JAUL… Es beginn die Halbzeit und das Hoffen auf Fink’s Kabinenansprache…
Der HSV versucht mehr und müht sich, Augsburg wackelt, aber fällt nicht und spielt geschickten Verhinderungs-Fußball. In der 62. Minute entscheidet Welz auf Abseits und gibt ein klares Tor von Son nicht, der Ball kam nach Augsburger Querschläger zu ihm. Irgendwie haben wir im Fußball-Stammtisch die neue Abseitsregel etwas anders verstanden… Der Hamburger SV schiebt Frust und in der 79. Minute sieht Beister Rot. Auch Jansen fehlt beim nächsten Mal durch eine umstrittene Gelbe von Welz. In der 85. Minute steht Son frei vor Ansif, aber der Seitfallzieher klappt auch nicht. Trotz vier Minuten Nachspielzeit passiert hier nichts mehr. Schluss.
Fazit:
“Die Null muss stehen”. Heute aus Hamburger Sicht auf der falschen Seite. Beide Mannschaften werden heute hinter die Trikot-Werbung der Augsburger die Silbe “-hol” setzen: Die Einen, um drei wichtige Punkte im Abstiegskampf zu feiern, die Anderen, um zu vergessen…
Das Bekenntnis zu Europa erhält für den Hamburger SV mit der heutigen Niederlage einen Dämpfer: Mit Fahrstuhl-Fußball bleibt Europa eben eine Träumerei: Das letzte konsequente Zupiel fehlte heute den Norddeutschen. Bei fünf Großchancen im Spiel keine ‘reinzumachen, ist fahrlässig und nicht Europa-tauglich. Aber, wie schon oben erwähnt: Am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt. So hat es auch der Ehrenbürger von Hamburg, Weiland Marschall Blücher gemacht
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Dieser Artikel wurde am 16. März 2013 von Kai Pöhlmann geschrieben.Kai Pöhlmann ist Inhaber der ABACUS Nachhilfe Institute Hamburg und Kreis Pinneberg und Gründer des ersten ABACUS-Nachhilfeinstitutes nördlich der Isar. Google+
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[...] gelegentlich gute Spiele, gewinnt auch mal gegen “die Großen” der Liga, was Euro-League-Träumereien schürt. Gegen sogenannte “Kleine” bleiben dann aber notwendige Punkte liegen: [...]