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Fußball Stammtisch Hamburger SV in Leverkusen-Nachhilfe in Turbulenz



Heute tritt der Hamburger SV mit René Adler in Leverkusen an, eine Rückkehr an eine seiner ehemaligen Wirkungsstätten, an der er allerdings die letzten Monate bis zu seiner “Landung” in Hamburg -schon wieder genesen- nur auf der Ersatzbank der “Macht am Rhein” verbrachte. Eine “Heimkehr” wird es sicher nicht, da Adler ja aus “Leibtsch” nach Leverkusen kam.

Ein turbulentes Fußball-Jahr neigt sich bei Hamburger SV dem  Ende: Der Hamburger SV feierte sein Jubiläum, die Fan-Anleihe mit 6% Zinsen für den Talentaufbau wurde erfolgreich plaziert, der Aufsichtsrat wird neu gewählt, der Spieler-Tross war auf einer Brasilien-Erlebnissreise und nicht zuletzt gibt es ein neues Sicherheitskonzept aller BL-Vereine: Video-Überwachung und Leibesvisitationen drohen und das lustige Feuer machen und Abfackeln der eigenen Fan-Banner mit Bengalos hat nun ein Ende. Dass wegen der verschärften Sicherheitsmaßnahmen die Stimmung in  den BL-Stadien sich eher einem ruhigen und gesitteten Sonntags-Gottesdienst angleichen wird, steht wohl nicht zu befürchten. Eher, dass -hoffentlich- die Gewalttätigkeiten in und um die Stadien durch marodierende Kleingruppen angeblicher “Fans ” zurückgehen und dass sich mehr auf Fußball und auf’s Anfeuern im Stadion konzentriert wird.

Das wirklich Unschöne an der ganzen Beschluss-Aktion ist, dass die Fan-Organisationen der Vereine im Vorfeld nicht im erforderlichen Maß beteiligt waren und die nunmehr endgültigen Beschlüsse über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen wurden, die die Stadien Deutschlands in jeder Woche zu einer stimmungsvollen Erlebniswelt machen!

Kein schöner Stil der Fußball- und Vereinspolitik, denn letztendlich wird Bundesliga-Fußball auch genau wegen der Stimmung genossen, und spielt die Werbegelder für die Vereine ein. Die Fankultur bildet mit dem Spiel auf dem Rasen eine untrennbare Einheit. Vereine können doch nur mit den jeweiligen Fans und durch die Fans wirtschaftlich so erfolgreich agieren. Ein vorheriges, gegenseitiges aufeinander Zugehen hätte zur Entspannung der Lage sicher eher beigetragen. Damit sind nun auch bis auf weiteres Selbstreinigungsprozesse der Fangruppen untereinander eher blockiert, denn angeschoben…

Nun ja, man wird sehen….Zum Spiel:

Bayer Leverkusen läuft auf mit: Leno – Hosogai, Wollscheid, M. Friedrich, Boenisch – L. Bender, Rolfes, Hegeler – Castro, Kießling, Schürrle, der Hamburger SV -heute ganz in weiß mit: Adler – Diekmeier, Mancienne, Westermann, Lam – Badelj – Skjelbred, Aogo – Arslan – Rudnevs, Son, Den Triller-Döner hat heute Deniz Aytekin dabei

Der Hamburger SV läuft mit der erfolgreichen Hoffenheim-Elf auf und versucht am Anfang, ein schnelles Tor zu machen und spielt bis zur 26. Minute ganz ordentlich mit. Dann machen sich jedoch Vor-Weihnachtsfreude, Winter-Depression, Arbeits-Unlust, die Entdeckung der Langsamkeit und der Jet-Lack nach der Brasilien Reise bemerkbar: Erst 1:0 durch den besten deutschen Stürmer Kießling -völlig frei aus 6 Metern, das 2:0 durch Schürrle in der 36. Minute nach tollem Zuspiel von Kießling. Mancienne kann nur noch nebenher mitlaufen..Halbzeit

Nach der Halbzeit hat der Hamburger SV genau wie in der ersten Hälfte zwar mehr Ballbesitz und gewinnt die meisten Zweikämpfe, hat jedoch bis auf die 87. Minute, in der Rudnevs aus 8 Metern 5m über’s Tor nagelt, keine einzige Chance in der 2. Halbzeit. In der 66. Minute lupft Kießling nach bösem Westermann-Schnitzer freistehend über Adler zum 3:0 Endstand.

Fazit:

Der Hamburger SV zeigt heute mal wieder mit Fahrstuhl-Fußball und mangelnder innerer Einstellung deutlich, warum die internationalen Plätze diese Saison schwer zu erreichen sein werden. Dafür muss dann schon mehr Siegeswillen, Einsatz und Konstanz ins Hamburger Spiel. Mit dem Brasilien- Betriebs- und Wellnessausflug alleine kann die heutige Negativ-Leistung nicht erklärt werden. Der Hamburger SV wäre gut beraten, zukünftig mehr in die Jugend-Arbeit zu investieren, um regionale Hamburger Talente gezielter in den eigenen lokalen Profi-Sport einbinden zu können.

Mal innovativ denken und warum nicht hier auf diesem Gebiet mit St. Pauli kooperieren-sofern die die Klasse schaffen ;-) ?

Letztendlich repräsentiert der Hamburger SV als “die Unabsteigbaren” mit auch die Freie und Hansestadt Hamburg. Eine zusammengekaufte Söldnertruppe wird nie die gleiche “Corporate Identity” zur Stadt und zum Verein entwickeln, wie es ein deutlicher Anteil von “Eigengewächsen” der Vereine aus den lokalen Regionen vermögen. Andere BL-Vereine machen dies den Hamburgern momentan erfolgreich (!) vor…

Und Bundes Jogi: Warum Du den Kießling noch nicht nominiert hast, wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben. Brauch’ste inner Mannschaft der Deutschen Bevölkerung keine Stürmer, die auch treffen? Ein Gomez macht da international noch keinen Sommer…

Aber eine Winterpause kann ja auch eine Denkpause für den einen oder anderen Spieler oder Verantwortlichen sein. Der Fußball Stammtisch im Nachhilfe News Blog wünscht allen Fußball-Sympathisanten eine kurze Winterpause und schöne Weihnachten!

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Dieser Artikel wurde am 15. Dezember 2012 von Kai Pöhlmann geschrieben.
Kai Pöhlmann ist Inhaber der ABACUS Nachhilfe Institute Hamburg und Kreis Pinneberg und Gründer des ersten ABACUS-Nachhilfeinstitutes nördlich der Isar. Google+


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5 Kommentare zu: “Fußball Stammtisch Hamburger SV in Leverkusen-Nachhilfe in Turbulenz”

  1. T-Rex sagt:

    Die hier als “Kleingruppen” bezeichneten Fans machen 50% und mehr der Fans aus, die mit zu Auswärtsspielen fahren!!!
    Ohne die Ultras und die anderen Jungz wird es in Zukunft Auswärts ziemlich leer sein…

    Fazit: Das DFL-Sicherheitspaket ist fürn Ar***!!!

    P.S. einfach mal ‘nen Blick nach Schweden werfen… Das nenn ich Pyro!!! Und die machen auch nicht gleich ‘nen Fi*film ääh Drama draus

  2. abacus sagt:

    Die Fankultur in Schweden mit der in Deutschland zu vergleichen, passt nicht. Ebenso gut könnte man englischer mit italienischer Fankultur vergleichen, was auch nicht wirklich geht. Im Bericht steht auch nichts davon, dass alle Fans oder Ultras “marodierende Kleingruppen” sind. Wohl hier eine falsche Kausalverknüpfung herausgelesen…

  3. [...] bewegt: Es beschäftigt nach wie vor das “unglücklich zustande gekommene” DFL-Sicherheitskonzept, bei manchem Spieler häuften sich offensichtlich Dissonanzen und es ergaben sich damit [...]

  4. [...] könnte es besser laufen: Die “ewige Bundesliga-Uhr” läuft momentan nicht, die Spielkonstanz läuft nicht. Die beiden Halbzeiten letzte Woche in Nürnberg sprechen da eine deutliche [...]

  5. [...] in der Vergangenheit, zu selten wird über mehrere Spielstationen sauber und sicher kombiniert, zu unsicher agierte die Innenverteidigung, zu oft liegt das Heil der Offensive einfach in langen Bällen nach vorne, die über eine [...]

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