Fußball Stammtisch HSV Hamburg-VFB Stuttgart. Nachhilfe in Führung
Sonntag kommen die Schwaben aus “Stuhgard” zu Besuch in den Volkspark und bringen einen alten Bekannten mit: Unseren Bruno “Laber-Diva“, der auch seine Runden beim Hamburger SV gedreht und mit dem der Volkspark so seine ganz eigenen Erfahrungen gemacht hat, er kommt mit Stuttgart offensichtlich besser klar als in Hamburg und muss dort nicht in das “Bunte Haus”
.
Fokussieren wir uns doch wieder auf den Hamburger SV: “Uns Heiko” stand ja kurz vor der 3-Punkte-Rettung der “Mannschaft der Deutschen Bevölkerung”, kam dann aber doch nicht mehr zum Zuge, da unser “Popel-Jogi” mal wieder die “Entdeckung der Langsamkeit” auf dem Zettel hatte… Schade.
Beim Hamburger SV sind alle momentan nach den “Englischen Wochen” und der Länderspiel-Pause positiv-optimistisch gestimmt: Der HSV grüßt momentan aus dem tabellarischen Mittelfeld, “Uns Heiko” hat “Schweden im Hinterkopf, aber Stuttgart vor Augen“, aber irgendwie mahnen manche “Führung” und “Führungspersönlichkeiten” auf dem Platz an. Es scheint, als ob der alte Germane in Zeiten der Not dann ständig nach einem “Vercingetorix”, einem “Führer” ruft. Da hat der gute, alte Tacitus sich schon drüber ausgelassen und die Teutonen haben ja auch vor bummelig 79 Jahren so ihre Erfahrungen mit “Führern” und “Häuptlingen”gemacht…..
Fußball ist ein Mannschaftssport. Das wird er immer bleiben. Dieser funktioniert erfolgreich nur im Kollektiv. Nur in einem funktionierenden Kollektiv ergeben sich Synergieeffekte (1+1=3) , welche auf dem Platz in Tore und Siege umgemünzt werden können. Ein “Häuptling”, ein “Führungsspieler” kann zwar ordnend agieren, aber wenn der Rest nicht funktioniert, nützt auch ein Häuptling auf dem Platz nicht viel, gerade nicht im Fußball. Wer das nicht versteht, hat den Fußball nicht verstanden.
Die “Kunst” besteht im (Profi-)Fußball doch darin, Elf in der Regel kompetente und hochgradig von sich selber überzeugte “Nasen” (denn “Führungsspieler” sind und waren sie alle) zu einer homogenen Einheit auf dem Platz zu formen und als Trainer mit einem “Musketier-Gen” zu bepflanzen: Einer für Alle und Alle für Einen. Wenn das tatsächlich klappt, funktioniert eine Mannschaft als erfolgreiches Kollektiv, zeigt den notwendigen Einsatz und fährt ggf. Siege ein.
Ein “Häuptling” macht da alleine nicht immer einen Sommer…..Hierarchien führen in einem gleichberechtigten Mannschaftsgefüge, welches gemeinschaftlich um den Sieg streitet, nur bedingt zum Erfolg. Und dieser ist auf dem grünen Rasen immer eine Teamleistung…Homogenität im Mannschaftsgefüge kann der Fußballinteressierte z.B. beim VFB Dortmund beobachten. Wos’n da der Häuptling?
Ach ja, falls der Fußball-Interessierte Hamburger Hanseat mal plant, eventuell mal mit seinem Sohn/Tochter ein HSV-Hamburg-Spiel so wirklich live im Volkspark zu besuchen, kann er sich vertrauensvoll zukünftig an die Firma “Viagogo” wenden, welche ihm und seinem/er Sprössling-In das Ticket für den Stadionbesuch für bummelig 100% Aufschlag ermöglicht. Schön, dass der Hamburger SV zwar rigide gegen den Internet-Schwarzmarkt-Handel von Tickets vorgeht, aber gleichzeitig Kartenkontingente an Online-”Preistreiber”-Börsen vergibt. Glückwunsch zu dem tollen Marketing-Gag. Erhöht bestimmt die Bindung..
Gewinnen heute die Rothosen das Heimspiel, so ist neben allem Mittelmaß-Gerede doch glatt ein Riesensatz bis auf den 4. Tabellenplatz möglich, sogar noch vor den Deutschen Meister, welcher dann auf Platz 5 fallen würde….
So könnten Sie am Sonntag spielen: Hamburger SV: Adler – Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen – Badelj, Arslan – Son, van der Vaart, Jiracek – Rudnevs. VfB Stuttgart: Ulreich – G. Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka – Kvist – Gentner, Holzhauser – Harnik, Traoré – Ibisevic
Spielbericht & Fazit:
Tja, das war’s dann mal wieder: Der Hamburger SV kann einfach keine “Big Points”…Erschwerend kommt die Art und Weise hinzu, wie hier 3 Punkte vergeben wurden: Kein Pass kommt an und eine wahrhaft unterirdische Zweikampfquote. Heraus gespielte Chance bei den Rothosen Mangelware: Gegen gut und schnell agierende Stuttgarter fallen dem Hamburger SV fast ausschließlich hohe Bälle auf die hängende Spitze ein, die dann auf den schnellen Rudnevs verlängert werden sollen. Durchschaubar. Die rechte Seite vom Hamburger SV ist die reinste Katastrophe, weshalb fast alle Angriffe der Schwaben in der ersten Hälfte hierüber liefen. Auf der anderen Seite reißen Jiracek und Jansen links auch nichts gegen eine starke Stuttgarter Rechtsverteidigung. Ein -durchaus vermeidbares 0:1 ist die Folge. Schluss.
Einige Einzelkritiken:
Adler: Spitze, verhindert das Debakel. Schon in der ersten Halbzeit hätte es 0:3 stehen können, wenn die HSV Rettung nicht himmelblau gewesen wäre…
Westermann: Engagiert, wach und kämpferisch. Ein Führungsspieler
Son: Au weiha…Keinen Blick für’s Spiel heute. einer der Schwächsten
Rudnevs: Willig, bemüht, aber allein gelassen und ohne Glück
Jansen: Hinten noch tragbar, nach vorne zu langsam mittlerweile. Er wird halt älter….
Mancienne: Für Kopfbälle unverzichtbar, aber keinen Schimmer von Spielaufbauenden Pässen aus der Abwehr heraus….
Van der Vaart: Abgesehen von 2-3 Zuspielen heute schlicht unsichtbar
Arslan: Ballverliebt wie Son mit vielen Stockfehlern
Jiracek: unsaubere Spielweise. Das fällt über kurz oder lang jedem Schiri auf…
Beister: Belebte das Spiel, ihm gelang aber keine bahnbrechende Aktion
Über die restlichen Rothosen breiten wir geflissentlich den Mantel des Schweigens
Schiri Welz: Wir schreiben mal was Böses: Heute Stuttgart’s 12. Mann…
Der Hamburger SV braucht keine “Häuptlings-Diskussion”, sondern schlichte, solide Basisarbeit im täglichen Training: Zuspiele, Laufwege, läuferische Kondition und Zweikämpfe sollten mal fleißig geübt werden, “dann klappt’s auch mit dem Nachbarn”
.
Na ja, wenigstens noch’n paar nette Bilder…:
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Dieser Artikel wurde am 19. Oktober 2012 von Kai Pöhlmann geschrieben.Kai Pöhlmann ist Inhaber der ABACUS Nachhilfe Institute Hamburg und Kreis Pinneberg und Gründer des ersten ABACUS-Nachhilfeinstitutes nördlich der Isar. Google+
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