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Fussball WM Stammtisch: Deutschland gegen England



Nachdem 4 Tage des verbalen Vorab-Schlagabtausches der Boulevard-Presse in England und Deutschland vorbei sind,  fiebert jetzt alles dem Klassiker aller europäischen Länderspiele entgegen. Der satirische Kommentar:Ein Fussballspiel Deutschland gegen England hat seit dem “irregulären” WM-Tor der Tommies 1966 immer etwas Besonderes. Die Statistik der bisherigen Spiele spricht zwar für unsere auf dieser Insel im Westen isolierten Landsleute, aber die wichtigen Spiele nach 1966 haben meist die Deutschen für sich entscheiden können. Was, Landsleute??

Ja, ja: schlussendlich sind die Engländer ja zu 2/3 Angeln und Sachsen (leider hat sich das Drittel normannisch-/französischer Erbteil nicht unbedingt in der englischen Landesküche weitervereerbt. Schade). Und schließlich haben wir den lieben englischen Vettern auch noch unsere Adeligen für deren Königshäuser gespendet:  z. B. Lord Mountbatton bedeutet schlicht Battenberg. Battenberg liegt im tiefsten Hessenlande an der Eder :-) . Ich wusste, dass es mir nochmal hilft, bei meiner Großmutter auf dem stillen Örtchen stets das “Goldene Blatt” gelesen zu haben :-)

Wahrscheinlich ist es auch gerade die verwandtschaftliche Nähe, die diese Insulaner immer wieder dazu treibt, auf allen sportlichen, politischen und wirtschaftlichen Ebenen mit verbalen Keulen (siehe SUN und MIRROR-Artikel in den letzten Jahrzehnten) auf ihre im deutschen Mutterland gebliebenen Vettern einzudreschen…na ja, die haben halt ein Mitteleuropa-Trauma, u.U. hervorgerufen durch die isolierte Insellage?  :-) .

Der Beginn. Zuerst natürlich die Hymnen. Poldi überrascht und murmelt tatsächlich etwas mit. Deutschland spielt wieder im vertrauten Schwarz/weiß. Auch unserer Ausnahmestürmer Klose ist wieder dabei (Eine Ausnahme, wenn er mal trifft :-)   ).

Deutschland beginnt kontrolliert, Özil spielt pomadig, ohne letzten Einsatz und versucht schon wieder, den Torwart zu tunneln (Schnauf….).  Ein schöner Abstoß von Neuer und ein guter Einsatz von Klose – na bitte, er kann ja doch, der Verfasser nimmt alles zurück!- leiten das 1:0 ein.  Wie das mit dem Torwart-Tunneln geht, zeigt der Poldi in der 32. Minute auf Vorlage von Müller beim 2:0.

Die Deutschen ziehen sich zurück und lassen die Engländer wieder ins Spiel kommen. Bei den Tommies funktionieren die Ecken: 2:1. Dann in der 37. Minute der Ausgleich für Wembley 1966: Lampert zieht ab, Unterkante Latte und eigentlich Tor, aber die Schiri-Urus geben den Treffer nicht…Mertesacker ist wieder mal die Unsicherheit in der deutschen Abwehr. Das lässt Böses für die zweite Halbzeit ahnen.

Das Spielfeld hat Gefälle: Nun spielen spielen nur noch die Engländer auf das Tor, wo vorher die Deutschen 2 Tore vorgelegt haben. Özil nimmt keinen Zweikampf an, Lahm muss mehr in die Mitte ziehen, um Mertesacker, den Schatten seiner Selbst,  zu unterstützen und der Engländer Gerard bekommt außen mehr Spielraum. Zweimal rettet uns Boatengs Hinterteil….

Aber plötzlich: schneller Konter der Deutschen und Tor Müller: 3:1. In der  63. Minute entscheidet sich Özil, mal zu sprinten und nicht zu traben und ein toller, blitzgescheiter Tunnelpass auf Müller ergibt das 4:1 !

71 Minute: Müller muß wieder raus (?) und es kommt: Ja. Leider. Gomez….nun spielt Deutschland nur noch zu zehnt. Da hätte Jogi-Bär  vielleicht eher Friedrich schonen können…82. Minute: Wieder ein Wechsel: Gomez raus? Nein, aber endlich kommt Kießling. 86. Minute: Gomez ist kein “Keilstürmer” sondern ein “Keilsteher”: Er steht sich selbst und den deutschen Spielern in der Vorwärtsbewegung im Wege….ein 5:1 wäre möglich gewesen.

Fazit:

Deutschland schaukelt das Spiel in den letzten Minuten souverän und locker nach Hause. Wir erkennen an, dass der Schuß von Lampert in der 37. Minute im Tor war (zur Erinnerung: Die Engländer haben sich lange geweigert, das Wembley-Tor als unrechtmäßig anzuerkennen. Der Torschütze Geoff Hurst behauptet bis heute, dass der Ball drin war. Eine, wie der Verfasser findet, heute schöne ausgleichende Gerechtigkeit. Es gibt doch einen Fussballgott.

Und 4:1 (die höchste Niederlage, die England je in einem internationalen Turnier einstecken musste, freut umso mehr. :-)   .Dann also bis Samstag 16:00 Uhr wahrscheinlich gegen Arschentinschen und die Männerversteherin, Frau  Mara-Donna. wir freuen uns auf ganz viele Bussies  :-) .

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Dieser Artikel wurde am 27. Juni 2010 von abacus geschrieben.
Kai Pöhlmann ist Inhaber der ABACUS Nachhilfe Institute Hamburg und Kreis Pinneberg und Gründer des ersten ABACUS-Nachhilfeinstitutes nördlich der Isar.


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