Fußball Stammtisch Hamburger SV: Paternoster-Nachhilfe
heute kommen die Fürther aus Franken zu Besuch in die Gouda Arena und sollen dem Hamburger SV ein wenig von Ihrem Glück abgeben, am besten in Form von drei Punkten, die sie in Hamburg lassen. Beim HSV geht’s im Moment zu wie im Paternoster, bei dem die offenen Fahrkabinen an einer durchgehenden Kette hängen und mal nach oben, mal nach unten fahren. Der Begriff ist abgeleitet von einem Rosenkranz (kath. Gebetskette, wie heute noch bei vielen Muslimen zu sehen), in dem auf 10 “Ave Marias” das “Vater Unser” (= Pater noster) folgt.
Da haben wir schon zwei Punkte, die auf den Hamburger SV wohl zutreffen: Gespielt wird Fahrstuhl-Fußball: Es geht mal nach oben, dann wieder nach unten
. Und beten…was manche gläubige Spieler und HSV-Sympathisanten sicher vor und nach einem Spiel tun…
Nach der Klatsche gegen den “kleinen HSV” letzte Woche könnte man meinen, der Hamburger SV-Fahrstuhl wäre nun unten im Erdgeschoss, da muss es ja wieder nach oben in die besseren Etagen gehen. In Stein gemeißelt ist das aber nicht: Es könnte auch bei einem Unentschieden oder einer Niederlage noch in tiefer in die Untergeschosse gehen: Gleich drei Vereine (Hannover, Mainz und auch Schalke) können mit eigenen Siegen am Hamburger SV an diesem Wochenende vorbei ziehen…
Fink will heute auf Beister im Sturm bauen und auch Bruma steht für die Abwehr wieder bereit, unser noch unentschlossener (“Bleib’ ich oder geh’ ich?) “Moin, miehn Sohn” rutscht ins Mittelfeld.
Der Hamburger SV mit Adler – Diekmeier, Rajkovic, Westermann, Jansen – Badelj – Son, Aogo – van der Vaart – Rudnevs und Beister, die Gäste aus Fürth mit dem alten Bekannten Hesl im Tor- M. Zimmermann, Sobiech, Mavraj, Baba – Geis – Klaus, Fürstner, Varga, Pledl und Djurdjic. Pusten tut unser Gelber Mann aus der Flughafen- und Pleitestadt Börlin, Daniel Siebert.
Dann beten wir mal alle ein “Pater Noster”, auf dass unser Bundes-Adler heute keinen allzu schlechten Tag erwischt hat, die Abwehr heute mal sicher steht und die Offensive um Rudnevs, Son und Beister Zielwasser getrunken haben möge!
Zum Spiel:
Wie immer: der Hamburger SV beginnt forsch und schon nach 2 Minuten verstolpert Beister die erste Großchance nach wunderschönem Paß in den freien Raum von Westermann. Fürth verlässt sich auf Konter und die schwache Hamburger Abwehr und wird belohnt: Nach Raijkovic-Schnitzer kann Djurdjic den Ball zum 0:1 über Adler lupfen. Fürth führt
Der HSV kombiniert gefällig, ohne sich zwingende Chancen erarbeiten zu können. Die Kleeblätter spielen abwartend. In der 20. Minute gelingt van der Vaart ein langer Ball auf Aogo, der geschickt per Kopf auf Beister vorlegt. Der hat Zeit und Muße, dass Ding aus 14 Meter in den Winkel zu nageln. Ausgleich. Uff…In der 40. Minute steht Aogo frei vor Hesl und haut das Ding in den C-Rang, ansonsten passiert nicht mehr viel. 1:1 zur Pause gegen einen nicht mal aggressiv spielenden Tabellenletzten bei 75% Ballbesitz ist zu wenig für die Europa-Cup-Plätze. Halbzeit. Und Schalke führt….
Die zweite Halbzeit sieht mutige Spieler aus Fürth, die sich jetzt auch nach vorne trauen, weil sie spüren, dass in Hamburg heute was gehen kann. Der Hamburger SV eher hektisch, zappelig und immer planlos durch die Mitte. Schiri Siebert ist in vielen Situationen eher großzügig und entscheidet zugunsten eines flüssigen Spieles
. Es bleibt beim Unentschieden.
Fazit:
Der Hamburger SV verpasst (mal wieder) die Chance, sich in den Euro-Plätzen festzusetzen. Schalke ist schon vorbei gezogen, Mainz kann es morgen gleichtun. Erschreckend war heute die geringe Anzahl der heraus gespielten Torgelegenheiten gegen den Tabellenletzten, die Laufwege sind den Spielern nach wie vor nicht bekannt. Es hapert nicht am Einsatz einzelner Spieler – z.B. Jansen, Beister und Westermann waren heute sicher vorbildlich im Einsatz – aber man hat das Gefühl, die trainieren alle für sich alleine, ohne Trainer-Anleitung.
Es ist Chef-Trainer Fink in fast einem Jahr bisher nicht gelungen, Laufwege und genaue Zuspiele bei seinen Spielern zu implementieren. So bleibt die Europa-Cup Teilnahme eine Träumerei von Matz und Co. Ach ja, Jupp Heynckes wird zum Sommer frei. vielleicht geht der ja doch nicht zu Schalke…
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Dieser Artikel wurde am 2. März 2013 von Kai Pöhlmann geschrieben.Kai Pöhlmann ist Inhaber der ABACUS Nachhilfe Institute Hamburg und Kreis Pinneberg und Gründer des ersten ABACUS-Nachhilfeinstitutes nördlich der Isar. Google+
getagged als: Fußball Stammtisch Hamburger SV · Paternoster

[...] konstant war, dann ist es die Nicht-Konstanz in den bisherigen Spielleistungen. Der Auftritt gegen Greuther Fürth lässt schön [...]
[...] Beim Hamburger SV stimmen – so scheint es – momentan nur die hohen Eintrittspreise . Man macht gelegentlich gute Spiele, gewinnt auch mal gegen “die Großen” der Liga, was Euro-League-Träumereien schürt. Gegen sogenannte “Kleine” bleiben dann aber notwendige Punkte liegen: Fahrstuhl-Fußball nennt das der Fußball-Stammtisch im Nachhilfe Blog und gibt dann schon mal “Paternoster-Nachhilfe“. [...]