Nachhilfe News von ABACUS Nachhilfe Hamburg
Du bist hier: Nachhilfe-News-Blog-Hamburg / Bildung, Lernen / Physik: Das Higgs-Teilchen



Physik: Das Higgs-Teilchen



“Erinnerst du dich noch an unser Spiel: ‘ich sehe was, was du nicht siehst’, das wir bei langweiligen Autofahrten oft gespielt haben?“ “Ja, aber aus dem Alter sind wir doch wohl raus?”“Stimmt. Aber ich kenne was, was du nicht siehst, was überhaupt niemand sieht- und was es trotzdem gibt! “Und was soll das sein?“

So etwas gibt es neuerdings in der Physik: Man kann es wirklich nicht sehen, und es ist äußerst kurzlebig. Es wurde vor über vierzig Jahren von einem schottischen Physiker namens Peter Higgs “vorausgesagt”.

Es war damals für ihn sehr enttäuschend, dass die Wissenschaft seine Thesen ablehnte. Nun -nach über vierzig Jahren- konnten Physiker im internationalen Forschungszentrum CERN bei Genf Nachweise für das zunächst hypothetische Teilchen liefern, das inzwischen nach seinem theoretischen Entdecker, Peter Higgs, benannt worden ist, der nun schon weit über achtzig Jahre alt ist und doch noch eine Bestätigung seiner Theorien erleben konnte, die nach Meinung vieler Physiker in absehbarer Zeit zur Verleihung eines der nächsten Nobelpreise führen wird…

Bei diesem Teilchen handelt es sich, wenn es denn endgültig bestätigt wird, um das möglicherweise letzte Teilchen des ’Elementarteilchen-Zoos’, der alle Teilchen enthält, aus denen unsere Welt, ja das Universum besteht. Bedauerlicherweise fehlte bisher ein Teilchen darin, das den Elementarteilchen, insbesondere den schweren, die Eigenschaft Masse verleiht, ohne die es unsere Welt gar nicht gäbe.

Das Higgs-Teilchen ist äußerst energiereich und nur mit einem gewaltigen Energieaufwand zu erzeugen. Nur in dem größten bisher gebauten Beschleuniger, dem LHCD in Genf, gibt es die Möglichkeit, die erforderlichen Energien aufzuwenden, mit denen man die hierfür notwendigen Elementarteilchen auf unteririschen Kreisbahnen mit vielen Kilometern Durchmesser so beschleunigen kann, dass sie bei der Kollision mit entgegengesetzt geladenen Teilchen so nebenbei außer vielen anderen Teilchen auch einige Higgs-Teilchen erzeugen.

Auf diesem Gebiet ist nichts ’einfach’ vorstellbar und kaum durch Analogien verständlich zu machen.. Es könnte so sein, dass ein Teilchen durch Verbindung mit einem Higgs-Teilchen eine größere Trägheit gewinnt, was zugleich eine größere Masse bedeutet. (Je größer die Trägheit einer Masse ist, wodurch auch immer verursacht, desto so größer ist seine Masse.)

Die Wirkungsweise von Higgs-Teilchen ist nur schwer zu beschreiben und setzt große Vorkenntnisse voraus. Ähnlich ist es bei der Atomenergie auch- und dennoch kann man nicht darauf verzichten, wenigstens näherungsweise etwas zum besseren Verständnis zu tun.

ähnliche Artikel

  1. Physik Nachhilfe: Quantensprung
  2. Praktische Physik Nachhilfe in Hamburg
  3. Physik: Planck’sches Wirkungsquant
  4. Physik Nachhilfe zum Herbst in Hamburg und Pinneberg
  5. Physik Nachhilfe für den EURO
Dieser Artikel wurde am 15. Februar 2013 von Bach geschrieben.
Dr. Siegfried Bach ist Gymnasiallehrer im Ruhestand, Studienleiter und Lektor.


getagged als:  ·

ein Kommentar zu: “Physik: Das Higgs-Teilchen”

  1. Waldi sagt:

    Das Higgs-Teilchen verleiht keine Masse

    Im Teilchenbeschleuniger beim CERN soll mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % das Higgs-Teilchen gefunden worden sein. Auch wenn man an die Theorie dieses Riesenteilchens glaubt, das in seine Bestandteile zerfällt und für die Masse aller anderen Teilchen verantwortlich ist, bliebe noch immer die Frage: Wie ist denn das Higgs-Teilchen zu seiner Masse gekommen?

    Offensichtlich war man beim CERN unter riesigem Druck, ein Ergebnis zu präsentieren, welches die horrenden Kosten rechtfertigt. Entweder hat man das Gottes-Teilchen gefunden – inklusive Beweis, dass es anderen Teilchen die Masse verliehen hat – oder nicht. Wenn man aber mit Wahrscheinlichkeiten argumentiert, erübrigt sich jede Nachfrage, ob man definitiv etwas von einer Vergabe der Masse festgestellt hat. Ebenso hätte man beim CERN sagen können, das Higgs-Teilchen ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % gefunden worden. Denn dies bedeutet, dass man beim CERN noch nichts herausgefunden hat. Es wäre besser gewesen, die Verantwortlichen hätten sich nicht auf diesen 90 %-Wert geeinigt. Denn es wird sich noch zeigen, dass man bei diesem Wert etwas zu hoch gegriffen hat – um genau 90 %. Aber inzwischen werden schon Ehrungen vorgenommen, Preise verliehen …

    Dieses ausfindig gemachte Boson (eines von mehreren Teilchen beim CERN) hat nichts mit einem Teilchen zu tun, das die Masse verleiht. Denn die Physiker haben eine völlig falsche Vorstellung von Masse. Und die ehrlichen Physiker geben sogar zu, dass sie keine Ahnung haben, was Masse ist.

    Wenn ein großes, ‘massives’ Teilchen wie das Higgs-Boson in seine Bestandteile zerfällt, besitzen natürlich auch die neu entstandenen Teilchen eine Masse. Daraus zu schließen, die kleinen Teilchen hätten ihre Masse von dem großen Teilchen erhalten, ist eine sehr eigenartige Ausdrucksweise. Die Denkweise, die hinter dem Higgs-Teilchen steckt, ist abzulehnen. Denn sie erklärt überhaupt nicht, wie die aus Strahlungsenergie entstehenden Teilchen und ihre Antiteilchen zu ihrer Masse kommen. Zumindest ist der Umweg über ein angebliches Gottes-Teilchen, das allem die Masse verleiht, viel zu umständlich, als dass es der Realität entsprechen könnte.

kommentieren