Gedanken zu Bildung vor dem Hintergrund der Mediatisierung

Es gibt zwei Seiten deutscher Bildungspolitik. Auf der einen Seite hat sich seit dem 19. Jahrhundert im deutschen Schulwesen nicht viel getan. Das Grundverständnis von Lernen und Schule ist unverändert: didaktisch aufbereiteter Unterricht – zuhören, lesen, wiederholen und üben. Auf der anderen Seite machen sich zunehmend die Bundesländer mit Best-Practice-Projekten gegenseitig Konkurrenz. Dazwischen die Schüler, welche als passive Bildungskonsumenten im digitalen Zeitalter quasi dazu verdammt sind, abzuwarten, bis Gedanken zu Bildung vor dem Hintergrund der Mediatisierung weiterlesen

Bildung aus der Perspektive der nächsten Generation

Bei der Vielfalt an bildungspolitischen Debatten wird zunehmend vergessen, um wen und um was es eigentlich geht. In den kommenden 30, 40 Jahren wird eine neue Generation von Kindern und Jugendlichen heranwachsen, die mit völlig anderen Bildungsanforderungen konfrontiert wird als die heutige. Kultur, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft werden nicht mehr das sein, was sie einmal waren. Die nächsten Generationen müssen sich wahrscheinlich mit kulturellen Überlieferungen auseinandersetzen, die weit entfernt sind von Bildung aus der Perspektive der nächsten Generation weiterlesen

Die lernende Gesellschaft auf dem Weg ins 22. Jahrhundert

Mit der Abhängigkeit des Menschen von technischen Geräten haben sich Kulturen, Mentalitäten, Kommunikation, Sprache und Denken verändert. Der Verdacht, dass sich mit der Nutzung des Internets kollektiv kognitive Fähigkeiten gemindert haben und eine Kultur der Oberflächlichkeit befördert wird, obliegt einer medienanthropologischen Diagnose, die nicht haltbar ist.1 Das Medium hat zweifelsohne Die lernende Gesellschaft auf dem Weg ins 22. Jahrhundert weiterlesen

Fehlende Lerninhalte bei der Vermittlung von MINT–Wissen in Schulen

Lerninhalte, die bei der Vermittlung von MINT–Wissen in der Schulpraxis offenbar verloren gegangen sind

Die in allen Bereich der Medien aktuell verkündete Botschaft, dass das G9–Abiturium wieder gesellschaftsfähig ist – zumindest an Gymnasien in Schleswig–Holstein, lässt Hoffnung aufkeimen:
Wenn es gelingt, die Curricula für den Mathematikunterricht in der Oberstufe zu entzerren und so zu gestalten und ab zu arbeiten, dass die in der G8-Phase bei Lehrern und Schülern vorherrschende Hektik einer zumutbaren Zeitplanung auf beiden Seiten weichen wird, dann wäre Fehlende Lerninhalte bei der Vermittlung von MINT–Wissen in Schulen weiterlesen

Didaktische Paradigmen von Bildungsmediatisierung

In den vergangenen Jahrzehnten ist das Aufwachsen junger Generationen in der Mediengesellschaft aus den unterschiedlichsten medienpädagogischen und bildungspolitischen Perspektiven heraus analysiert worden. Dennoch haben die erzielten Resultate bislang noch zu keinem flächendeckenden Umdenken an Schulen geführt. Obwohl regelmäßig das Hineinwachsen von Kindern und Jugendlichen in die Medienumwelt untersucht und die Bedeutung veränderter Kommunikationsgewohnheiten für die Gesellschaft herausgestellt wird, sind die Erkenntnisse daraus wenig zielführend. Medienpräferenzen, Nutzungsstile, kognitive Fähigkeiten und Didaktische Paradigmen von Bildungsmediatisierung weiterlesen

Dialektik von Misstrauenskultur in Digitalisierung von Bildung

Die wachsende Misstrauenskultur in der Digitalisierung der Bildung innerhalb der Institution Schule offenbart sich in einem diffusen Ausdruck von Ängsten derjenigen, die am Bildungssystem unmittelbar beteiligt oder von diesem abhängig sind. Hier mögen auch soziologische Motive wie eine diffuse Angst vor einem Verschwinden von Kindheit durch digitale Innovationen und Dialektik von Misstrauenskultur in Digitalisierung von Bildung weiterlesen

Schulische Bildung im Wandel der Zeit

Schulische Bildung in Deutschland agierte lange erfolgreich unter dem Paradigma der Allgemeinbildung, was bildungstheoretisch bedeutete, zumindest in Grundzügen einem humanistischen Bildungsprinzip zu folgen und so der Herausbildung einer „kritischen Ich-Identität“ zu fördern, um den „mündige Bürger“ schulisch als „Output“ an die Gesellschaft übergeben zu können, welcher – nach direkt anschließendem „Feintuning“ – durch Ausbildung oder Studium aktiv-gestalterisch am Wertschöpfungsprozess des Kulturprogramm teilnehmen kann. Schulische Bildung im Wandel der Zeit weiterlesen

Mint-Fächer: Die Trendwende ist möglich…

…wenn Mathe mehr Spaß macht!

Der Anlass zu meinem letzten Beitrag waren die schlechten Abschlüsse der Abiturienten und Abiturientinnen an Hamburger Gymnasien und Stadtteilschulen, wie sie in den Medien während der Sommerpause mehrfach dargestellt wurden. Diese überwiegend negativen Signale aus dem MINT-Geschehen an Hamburger Schulen verführten mich dazu, meine Erfahrungen als ABACUS-Nachhilfelehrer in MINT-Fächern bei der langjährigen Betreuung von Schülerinnen und Schüler der Oberstufe im Kreis Pinneberg zu überdenken und zu kommentieren.

Das Ergebnis dieser Überlegungen Mint-Fächer: Die Trendwende ist möglich… weiterlesen