Der individualisierte Schulunterricht. Lernen leicht gemacht?

In einer Mitteilung der Schulbehörde Hamburg v. 1.4.2010 heißt es: …Eine Vielzahl Hamburger Schulen haben diesen modernen und international anerkannten Unterricht bereits fest verankert. Dazu gehört auch die Gorch-Fock-Schule in Blankenese. Etwa 400 Schülerinnen und Schüler besuchen die vierzügige Grundschule und zukünftige Primarschule. Sie erhalten komplexe Aufgaben, die eigenständiges Denken und Arbeiten fördern und das problemorientierte, entdeckende und forschende Lernen anregen. Die Entwicklung vom reinen Frontalunterricht zum individualisierten Unterricht mit differenzierten Wochenplänen, individuellen Lern-Stationen, Werkstatt und vielem mehr. Bildungssenatorin Christa Goetsch: „Es ist immer wieder schön zu sehen, mit wie viel Neugier und Begeisterung Kinder lernen.“…

Der sogenannte individualisierte Unterricht stellt häufig wesentlich höhere Anforderungen an die Schüler als ein reiner Frontalunterricht. Weniger durch die Unterrichtsthemen an sich, als vielmehr durch die Arbeitsweise der Bearbeitung des Lehrstoffes. Nur einige Beispiele:

1. Schulwissen wird nicht mehr (nur) durch die Fachlehrer vorgegeben, sondern die Schüler sollen sich möglichst selber den Lernstoff erarbeiten und die „Lernfelder“ selber erschließen.

2. Schulwissen soll „problemorientiert“ gelernt werden: Nicht nur den Stoff dauerhaft aufnehmen und in den Leistungsabfragen wiedergeben, sondern auch auf ein Problem, ein Fallbeispiel direkt anwenden können. Die Konditionierung von Basiswissen reicht nicht aus.

3. Aufgabenstellungen werden häufig in Form von Wochenplänen erteilt. Dies verlangt von den Schülern eine wochenweise durchgeplante Lern- und Arbeitsstruktur.

Für viele Schüler ist diese Art der Wissensaufnahme und -umsetzung sicher eine ideale Art, den Lernstoff (sicher) zu verankern, da individuelles Erschließen des Lernstoffes im jeweils eigenen Lerntempo für den einzelnen Schüler möglich gemacht wird.

Für manche Schüler ist diese Unterrichtskonzeption aber ungleich problematischer, insbesonders wenn die Lern- und Arbeitsstrukturen bei den Schüler nicht so ausgeprägt sind und hier die Anleitung zur Arbeitssystematik oder gar die Sachmotivation der Schüler für ein bestimmtes Schulfach fehlt.

Das Legen von individuellen Lern- und Arbeitsstrukturen ist daher – neben dem Schließen von vorhandenen Wissenslücken – im Nachhilfefach häufig Schwerpunkt unserer professionellen Nachhilfe zu Hause und muss für jeden Schüler in der Einzelnachhilfe eigens abgestimmt werden.

Veröffentlicht von

Kai Pöhlmann

Kai Pöhlmann ist Inhaber der ABACUS Nachhilfe Institute Hamburg und Kreis Pinneberg und Gründer des ersten ABACUS-Nachhilfeinstitutes nördlich der Isar.Google+

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