Die Ölpest im Golf von Mexiko

Seit April treten im Golf vom Mexiko aus einem defekten Bohrloch in 1600m Tiefe täglich 3 Millionen Liter Rohöl ungebremst in den Golf von Mexiko aus und verseuchen das Meer und die Küsten der US-Bundesstaaten Luisiana, Alabama, Mississippi und Florida.

Andere wissenschaftliche Schätzungen gehen allerdings von bis zu 11 Mio. Liter pro Tag aus. Der britische Ölkonzern will jetzt zusätzlich 360 Mio US Dollar für ein Öl-Barrieren Projekt an der Küste von Luisiana bereitstellen, hält aber wohl selber diese Maßnahme für nicht besonders erfolgversprechend (zumindest liest sich die BP-Pressemitteilung für den Verfasser so…).

Bisherige Versuche, das Bohrloch zu schliessen sind allesamt gescheitert. Jetzt hofft man auf die Entlastungsbohrungen, welche aber wohl erst im August fertig werden.

Bisher hat BP nach eigenen Angaben 42 Mio $ als Kompensation und 170 Mio $ zur „Förderung der Tourismus-Industrie“ den betroffenen US-Bundesstaaten zu Verfügung gestellt (wobei sich der Verfasser fragt, wer denn jetzt dort Urlaub machen möchte…)

Der Verfasser beobachtet diese Entwicklung mit Sorge und einer gewissen Ohnmacht und stellt sich folgende Fragen:

Wieso ist ein hochtechnisierter Industriestaat nicht in der Lage, ein Bohrloch zügig zu schließen?

Wieso lässt man einen privaten Konzern so lange – erfolglos – allein handeln?

Warum handelt die US-Regierung nunmehr nicht zügig und entschlossen?

Warum werden nicht Experten aus anderen Ländern einbezogen?

Für alle Nutzer unseres Blogs, die das Elend und gegebenenfalls Fortschritte am Bohrloch live verfolgen wollen, haben wir hier den Link auf den Livestream von BP gelegt (bitte drücken sie auf den Start-Pfeil und rechnen Sie mit Pufferungszeiten…).

Des weiteren schließt sich der Verfasser der Meinung eines betroffenen Fischers an der Golfküste an: „Wer die Technik hat, Öl im Meer aus 1600m Tiefe zu fördern, sollte auch die Technik haben, das Loch wieder zu verschliessen“.

Fisch aus dem Golf von Mexiko
Sardinen in Öl

Veröffentlicht von

Kai Pöhlmann

Kai Pöhlmann ist Inhaber der ABACUS Nachhilfe Institute Hamburg und Kreis Pinneberg und Gründer des ersten ABACUS-Nachhilfeinstitutes nördlich der Isar.Google+

Ein Gedanke zu „Die Ölpest im Golf von Mexiko“

  1. US Rapper Xzibit sagte dazu via twitter: „disconnected people won’t care about the #oilspill until the price of shrimp goes sky high! #sad but #true. ignorance is bliss.“

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