Nachhilfe in Schönheit: British Days Hamburg

Die „British Days“ in Hamburg gibt es mittlerweile schon seit 20 Jahren in Hamburg. Gegründet als als Veranstaltung der Englischen Handelskammer, um den Hamburgern Produkte und Dienstleistungen Englands nahe zu bringen, gilt das Wochenende heute eher als Betonung der englisch-deutschen Freundschaft.

Der Besucher bekommt allerdings zunächst den Eindruck, dass es sich hier um „Scottish Days“ handelt: Bagpipe-marching-groupes, Auszüge aus den schottischen Highland-Games wie Welly-Weitwurf, Gewichte- und Baumstammwerfen, schottische Folk-Gruppen, die schottische und irische Lieder zum Besten geben, Kilt-, Scotch-Whisky und Haggis-Verkaufsstände nähren dieses Bild.

Haggis, ein schottische Nationalgericht ist, schlicht ausgedrückt, gebrühter Schafmagen und andere Kaldaunen in Grützwurst (klingt furchtbar, schmeckt aber durchaus lecker, wenn man nicht zu sehr über die Inhaltsstoffe nachdenkt). Außerdem sei daran erinnert, dass auch die Deutsche Küche die schmackhafte Zubereitung von Tierinnereien kennt.

Bagpipe: deutsch Dudelsack. Stammt eigentlich aus dem arabischen Raum. Schon die Römer spielten ihn und wurde von den Schotten, später von den Engländern in den zwangsgepressten, schottischen Regimentern zum Erschrecken des Gegners auf dem Schlachtfeld eingesetzt (Wer die quäkenden Töne nicht gewohnt ist, kann dies nachempfinden).

Aber auch England war signifikant vertreten: Regenkleidung :-), Fudges, Fish and Chips, Sandwiches und Scones waren ebenso zu finden, wie die typisch-merkwürdigen englischen Butter-Creationen für den englischen 5 o’clock cream tea (Wobei die „Whisky-Raisins-Butter“ den Verfasser beinahe hat schwach werden lassen…).

Auch für den Fan der englischen Automobilindustrie gibt es Einiges zu Begucken.

Überraschend ist für den Teutonen der britische Kartoffel-Chips-Stand, der tatsächlich neben den üblich bei Engländern erwarteten Chips-Geschmacksrichtungen auch „German-Bratwurst-Flavour“ (!) im Angebot hat. Der Verfasser hat der Probier-Versuchung tapfer widerstanden und an Obelix gedacht: „Die spinnen, die Briten!“

Alles in allem ein gelungener Familien-Tag und für Kurzentschlossene diesjährig noch morgen auf dem Gelände des Hamburger Polo Clubs bei moderatem Eintritt zu empfehlen. Hier noch der Eltern-Tipp: Besuchen Sie die British Days nur, wenn Ihre Kinder schon jeder ein Haustier haben: ACHTUNG: Die Jack-Russel-Terrier sind zahlreich und mit Welpen vertreten. Andernfalls geht es Ihnen wie dem Verfasser, der über 3 Stunden seinem jüngsten, 7-jährigen Sprössling stets phasenweise erläutern musste, warum wir keinen dieser süßen Tiere mit nach Hause nehmen… schnauf…

Die Bilder sind Eigentum des Verfassers. Kopieren für private Zwecke erlaubt, bei gewerblicher Nutzung bitte anfragen.

Veröffentlicht von

Kai Pöhlmann

Kai Pöhlmann ist Inhaber der ABACUS Nachhilfe Institute Hamburg und Kreis Pinneberg und Gründer des ersten ABACUS-Nachhilfeinstitutes nördlich der Isar.Google+

2 Gedanken zu „Nachhilfe in Schönheit: British Days Hamburg“

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